Kein Stich auf Fest für SPD-Bürgermeister - Eklat beim Nümbrechter Lichterfest

Veröffentlicht am 12.07.2015 in Ratsfraktion

2. stellv. Bürgermeister Fabian Scheske

Der Nümbrechter Bürgermeister Hilko Redenius (CDU) hat seinem zweiten Stellvertreter Fabian Scheske (SPD) die Teilnahme am Nümbrechter Lichterfest untersagt. Erst unmittelbar vor der offiziellen Eröffnung des Lichterfestes am frühen Samstagabend teilte Hilko Redenius seinem SPD-Stellvertreter mit, dass er den traditionellen Fassanstich alleine mit seinem ersten Stellvertreter Gerhard Dittich (gleichfalls CDU) vornähme.

Redenius habe Dittich im Vorfeld gebeten mit ihm den Fassanstich vorzunehmen. Den SPD-Stellvertreter habe er bewusst nicht angesprochen. Scheske musste sich den Fassanstich von den Zuschauerplätzen ansehen.

In Nümbrecht ist es seit Neubeginn des Lichterfestes unter Altbürgermeister Bernd Hombach in den 90er Jahren üblich, dass die Eröffnung durch den Fassanstich von beiden Stellvertretern des Bürgermeisters erfolgt.

Die beiden Stellvertreter werden nach dem Anstich durch den ersten Bürgermeister als „Kellner“ tätig und verteilen an ihre Bürger Freibier. Die Nümbrechter SPD sieht in dem Verhalten von Hilko Redenius offenen Affront, den Bruch guter Zusammenarbeit und Verletzung politischer Nümbrechter Traditionen.

Der SPD- Fraktionschef Jürgen Rogowski beabsichtigt eine Sondersitzung des Ältestenrates noch in der Sommerpause zu beantragen. Dort soll der bisherige Bürgermeister Hilko Redenius sein Verhalten rechtfertigen und Wege zur Rückkehr zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gefunden werden.